Precision Farming - es wird oft davon geredet, viel versprochen, teuer probiert und dann als unbrauchbar abgetan. Grund für letzteres ist aber oftmals eine falsche Herangehensweise an dieses Verfahren. Ziel kann es nicht sein, viel Geld für Technik , Daten und bunte Karten mit Düngungsvorschlägen auszugeben und dann zu schauen, was rauskommt. Ziel muß es sein, das vorhandene Wissen und die vorhandene Technik gewinnbringend einzusetzen und zu planen, was rauskommen soll! Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, daß Sie anhand einer Bodenbeprobung im 10 ha Raster auf einem 20 ha Schlag eine sinnvolle Düngungsempfehlung erhalten können. Das ist leider heute gängige Praxis und man staunt immer wieder über die schönen bunten Karten die dann eine Software aus diesen 2 Probepunkten berechnet! Das Befragen des Tageshoroskops ist ähnlich aussagekräftig!
Wir glauben, daß Sie Ihre Flächen am besten kennen. Teilen Sie Ihre Flächen einfach in Parzellen ein, die ähnliche Eigenschaften haben, z.B. Bodenart, Neigung, Wasserhaltungsvermägen, Abschattung, Ertragsaussichten. Wahrscheinlich haben Sie auch noch Karten mit den Werten der Reichsbodenschätzung da oder neuere Bodenschätzungen. Befragen Sie die Traktoristen, welche Bereiche eines Schlages welche Eigenschaften haben. Das sind Informationen, die kaum ein externer Berater haben kann! Diese 'Parzellen' fassen Sie zu 'Ertragszonen' oder 'Bodenarten' oder wie Sie es immer nennen möchten zusammen. 10 Abstufungen sind bei uns im NAVIKAT möglich + Reliefeigenschaften. Damit können Sie planen! Ertragskarten, Probenwerte u.ä. können auch noch als Hilfe herangezogen werden. Jetzt noch festlegen wo was ausgebracht werden soll und wo es Auflagen gibt und fertig ist die Planung, die auch was bringt...
In den nachfolgenden Bildern wird eine Planung in unserer Software NAVIKAT gezeigt.
Beispiel für einen Schlag mit 4 Parzellen nach Bodenarten. Diese können leicht eingezeichnet oder wenn schon vorhanden, importiert werden.

jetzt noch ein paar Auflagenflächen, wo nichts oder nur ein Teil ausgebracht wird z.B. Uferrandstreifen, Strommasten, Lerchenfenster o.ä.

der Ausbringungsplaner mit den Werten je nach Bodenart und Relief
das Ausbringungsraster (hier 5m) für die Spritze/Streuer

Diese Planung können Sie anschließend als Auftrag im ISOXML-Format ausgeben und mit einem ISOBUS-fähigen Gerät ausbringen. Viele Spritzen und Düngerstreuer können das heutzutage ohne Problem, z.B. solche mit Müller-Terminal, WTK-Terminal o.ä.. Auch Geräte ohne ISOBUS können ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Bitte fragen Sie uns danach!
Mit NAVIKAT und unserer Schlagkartei können Sie anschließend auch sehen, wo z.B. die Spritze tatsächlich langgefahren ist und was sie wirklich ausgebracht hat. Optional ist auch die Erstellung von fertigen Maßnahmen möglich!
Sehen Sie dazu mehr bei Automatischer Dokumentation und bei Odokus
Weitere Informationen zu NAVIKAT finden Sie hier